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Pressemitteilung

 

Das Geschäftsjahr 2018 der Pensionskasse Graubünden (PKGR)

 

Die Pensionskasse Graubünden (PKGR) erzielte 2018 eine Gesamtrendite von minus 0.8%. Der Deckungsgrad der PKGR sinkt auf 103.2%. Die Überdeckung entspricht einer Wertschwankungsreserve von CHF 86.5 Mio. Die Verwaltungskommission hat den Geschäftsbericht 2018 an ihrer Sitzung vom 13. März 2019 mit diesen Zahlen genehmigt.

Absolut gesehen ist die Gesamtrendite enttäuschend, im Vergleich erweist sie sich indes als ausgezeichnet. So übertrifft die Rendite der PKGR die Pensionskassen-Indices der Schweizer Grossbanken deutlich. Die CS weist für 2018 eine durchschnittliche Rendite aller von ihr betreuten Kassen von minus 3.2% und die UBS von minus 3.45% aus.

Weiter senkte die PKGR den technischen Zins zur Berechnung der Altersrenten per 31.12.2018 auf 2%. Hierfür wurden früher gebildete Rückstellungen im Umfang von CHF 50 Mio. aufgelöst. Mit der Senkung des technischen Zinses kann die Sollrendite der Kasse (Rendite, welche benötigt wird um den Deckungsgrad konstant zu halten) gesenkt werden.

Die PKGR richtet ihr Anlageportefeuille auf nachhaltige Kriterien aus.

 

Die PKGR ist die Pensionskasse vieler öffentlich-rechtlicher Arbeitgeber, bzw. ihrer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Zu den an die PKGR angeschlossenen Arbeitgebern gehören die Anstalten des Kantons, der Kanton selbst mit seinen Dienststellen und viele Gemeinden, Schulverbände und andere Arbeitgeber, die öffentliche Aufgaben erfüllen. Mit einer Bilanzsumme von knapp CHF 2'800 Mio. ist sie die grösste Pensionskasse in Graubünden. Gesamtschweizerisch gehört sie zu den grössten 10 Prozent aller Kassen. Die Grösse gibt der Kasse Stabilität. Sie ermöglicht es ihr, im Markt vorteilhafte Konditionen auszuhandeln.

 

Rendite und Deckungsgrad

 

Erstmals seit mehreren Jahren haben die weltweiten Aktienmärkte deutliche Kursverluste erlitten. Dies wirkte sich auf die Rendite auf dem Anlagevermögen der PKGR aus. Die Anlageklasse der CHF Obligationen half mit einer Nullrendite kaum. Erfreulich entwickelten sich einzig die illiquiden Anlagen "Immobilien Schweiz" und "Infrastruktur". Sie hellten die Gesamtrendite etwas auf. Die Rendite der PKGR auf dem Gesamtvermögen ist mit minus 0.8 Prozent an sich unbefriedigend, zumal die PKGR gegenüber den aktiven Versicherten und den Pensionierten Zinsverpflichtungen von 1.5 bis 2 Prozent hat. Im Vergleich sieht das Anlageresultat der PKGR aber sehr gut aus.  Die Pensionskassen-Indices der beiden Grossbanken weisen beide eine durchschnittliche Rendite der von ihnen betreuten Pensionskassen von unter minus 3 Prozent aus. Die von der PKGR erzielte Rendite von minus 0.8 Prozent erweist sich da als sehr attraktiv. Sie führt aber dazu, dass der Deckungsgrad leicht sinkt, mit 103.2 Prozent jedoch nach wie vor eine Überdeckung aufweist.

Auch wenn das Anlageresultat jedes einzelnen Jahres wichtig ist, will die PKGR doch über mehrere Jahre eine positive und solide Rendite erzielen. Zu diesem Zweck verfolgt sie eine breit diversifizierte, austarierte Anlagestrategie.  Anlagen in Aktien, in Obligationen, in Immobilien und in Infrastruktur haben in den letzten Jahren im Interesse der Versicherten zu positiven Renditen und zur Stabilität der Kasse geführt.

 

Tiefe Verwaltungskosten

 

Dank schlanker Organisation und effizienter Verwaltung weist die PKGR tiefe Verwaltungskosten aus. Damit bleibt mehr Kapital für die eigentliche Vorsorge erhalten. Die Kosten für die Vermögensverwaltung betrugen 2018 tiefe 0.20% (gegenüber 0.47% als Mittelwert der Schweizer Pensionskassen, Swisscanto PK-Studie 2018). Für ein Kapital von CHF 100 wendet die PKGR somit bloss 20 Rp. für die Vermögensverwaltung auf. Auch die allgemeinen Verwaltungskosten sind rekordtief. Sie betrugen im Berichtsjahr CHF 126 pro versicherte Person (gemäss Swisscanto Studie 2018 liegen die Kosten der öffentlich-rechtlichen Pensionskassen im Durchschnitt bei CHF 244).

 

Nachhaltige Anlagen

 

Seit über einem Jahrzehnt befasst sich die PKGR im Immobilienbereich mit dem Thema "nachhaltige Anlagen", lange bevor es für Pensionskassen entdeckt wurde.  Seit vielen Jahren erstellt sie nämlich Immobilien fast ausschliesslich im Minergie- oder Minergie-P-Standard. Dazu gehören auch zukunftsweisende, innovative Heizsysteme. Auf den Verbrauch fossiler Brennstoffe kann so verzichtet werden.

In jüngster Zeit sind nachhaltige Anlagen in der Pensionskassenwelt auch bei Wertschriften-Anlagen ein vieldiskutiertes Thema. Gemeinhin werden Investitionen in Unternehmen verstanden, die erhöhten Anforderungen bezüglich Umweltanliegen, Soziales und Unternehmensführung (ESG-Kriterien) genügen. Oberstes Ziel der PKGR ist es, im Interesse der Versicherten eine attraktive Rendite bei vertretbaren Risiken zu erzielen. Da will die PKGR keine Kompromisse eingehen. Sie hat jedoch einen Weg gefunden, dieses zentrale Ziel mit den Anliegen an ein nachhaltiges Portefeuille zu verbinden: Die PKGR überführt sein Aktien- und Obligationenportefeuille kontinuierlich in ein nachhaltiges Anlageuniversum, indem Neuinvestitionen nur noch in Unternehmen erfolgen, die anerkannte ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) erfüllen.

 

 

Auskunftsperson:

Willi Berger, Direktor PKGR, 7000 Chur, Tel. 081 257 35 77, E-Mail: willi.berger@pk.gr.ch