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Nachhaltige Anlagepolitik der PKGR

 

Die Nachhaltigkeit der Vermögensanlagen von Pensionskassen ist zurzeit ein viel diskutiertes Thema in den
Medien. Unter "nachhaltigem Investieren" wird allgemein das Verfolgen einer Anlagestrategie verstanden,
die sich auf Anlageinstrumente und -produkte, beziehungsweise Unternehmen beschränkt, die auf Natur,
Umwelt und Gesellschaft gebührend Rücksicht nehmen. Eine allgemein gültige Definition nachhaltigen
Investierens besteht indes nicht. Auch die Anlagebestimmungen des Bundesrechts enthalten keine ent-
sprechenden Vorgaben. Dennoch bemühen sich heute immer mehr Pensionskassen auch ohne gesetzliche
Vorgaben, ihre Anlagetätigkeit auf Nachhaltigkeitskriterien auszurichten.

 

Die PKGR hat ihre Verantwortung für nachhaltige, klimaverträgliche Investitionen früh erkannt und wahr-
genommen. Dies geschah und geschieht vor allem im selbst bewirtschafteten Liegenschaftsportfolio. Seit
über 10 Jahren baut die PKGR ausschliesslich im Minergie- oder Minergie P-Standard, zu welchen nicht
nur die verstärkte Isolation der Gebäudehülle, sondern auch zukunftsweisende Heizsysteme gehören.  
Photovoltaikanlagen auf dem Dach sind meist inbegriffen. Die PKGR verfügt heute über Mehrfamilienhäuser
in Zernez, Igis, Felsberg, Pontresina, Thusis, Malans und Chur (mehrere Standorte), die alle mindestens
Minergiestandard aufweisen. Mit diesem Bekenntnis zur energieoptimierenden Bauweise leistet sie seit Jahren
einen wichtigen Beitrag an nachhaltige, klimaverträgliche Investitionen. Alle diese Gebäude kommen gänzlich
ohne fossile Brennstoffe aus.

 

Ein teils umfassender Katalog an Nachhaltigkeitskriterien wird auch von den Immobilienanlagestiftungen ange-
wendet, über welche die PKGR indirekt in Liegenschaftten investiert ist. Neubauten und Sanierungen erfolgen
auch hier weitgehend in ökologisch und energetisch vertretbarer Bauweise.

 

Bei den Anlagen in Wertschriften wie Obligationen und Aktien ist der Bezug zwischen der Vermögensanlage
und den Nachhaltigkeitskriterien aus Sicht der PKGR deutlich schwieriger herzustellen. Die PKGR prüft zur-
zeit, wie eine nachhaltige Investitionspolitik auch bei den Wertschriftenanlagen einfliessen könnte, ohne dass
die Ertragsaussichten des Vermögens geschmälert werden.

 

Bei allen Anstrengungen, das anvertraute Vorsorgevermögen umweltschonend und sozialverträglich zu in-
vestieren, wird die PKGR das oberste gesetzliche Ziel nicht aus den Augen verlieren, nämlich das Vermögen
so zu verwalten, dass eine marktübliche Rendite bei angemessener Verteilung der Risiken erzielt werden kann.

 

Mehr zum Thema finden Sie in der Antwort der Regierung zu einer Anfrage Deplazes im Grossen Rat in der
Februarsession 2018. Sie ist auf der homepage der PKGR aufgeschaltet.