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Erste "smarte" Wohnungen für den Mietermarkt in Graubünden

 

Sanierung und Erweiterung Tittwiesenstrasse 38 in Chur

 

Die Pensionskasse Graubünden realisiert das erste Smart Home für den Mietermarkt in Graubünden. Kernstück des Innovationsprojekts bildet eine zentrale Steuereinheit für Gebäudeautomation. Über diese Einheit lassen sich Gebäudefunktionen wie Heizung, Storen und Videogegensprechanlage zentral steuern. Zudem ist die Überwachung des aktuellen Energie- und Wasserverbrauchs der eigenen Wohnung möglich. Mit weiteren zukunftsweisenden haustechnischen Ausbauten schafft der Immobilienanbieter ein neues Angebot in Chur. 

 

Die bestehende Liegenschaft an der Tittwiesenstrasse 38 in Chur, welche sich seit der Erstellung 1980 im Besitz der Pensionskasse Graubünden (PKGR) befindet, wurde umfassend saniert. Für die Weiterentwicklung der in die Jahre gekommenen Liegenschaft wollte die Bauherrschaft neue Wege gehen.

 

Die beauftragten Architekten  Ritter Schumacher AG aus Chur, setzten nicht nur die heute unabdingbaren bautechnischen und energetischen Massnahmen um. Sie realisierten ein interessantes architektonisches und ein auf die Initiative der Bauherrschaft zurückzuführendes herausragendes haustechnisches Konzept.

 

Ein Novum bildet aus gebäudetechnischer Hinsicht die Installation einer zentralen Steuereinheit für Gebäudeautomation (eSMART) in jeder einzelnen Wohnung. Über einen Touchscreen im Wohnzimmer oder eine Smartphone App lassen sich Gebäudefunktionen wie Heizung, Storen, oder die Videogegensprechanlage zentral in der Wohnung, sowie auch extern steuern. Zusätzlich kann auf dem pro Wohnung fix installierten Bildschirm der aktuelle Energie- und Wasserverbrauch oder auch die aktuelle Stromproduktion der Photovoltaikanlage in Echtzeit abgelesen werden, was den Nutzer dazu animiert, sparsam mit der Energie in seinen eigenen vier Wänden umzugehen.

 

Eine weitere Innovation im hiesigen Wohnungsmarkt bildet das schlüssellose elektronische Zutritts-System und die ebenfalls digital ausgerüstete Briefkastenanlage, welche dem Nutzer manchen Gang auf eine Poststelle ersparen wird. Das elektronische Zutrittssystem soll im Vergleich zu mechanischen Schliesszylindern die Sicherheit, den Einbruchsschutz und den Komfort im Alltag deutlich verbessern.

 

Während der einjähriger Bauzeit wurden zudem sämtliche haustechnischen Installationen, die Aufzugsanlage, die Wohnungen, die ganze Gebäudehülle im Minergiestandard, bis hin zu den modernen, grosszügigen und verglasten Balkonen erneuert. Für die Optimierung des Energieverbrauchs und die Steigerung des Wohnkomforts wurden im ganzen Gebäude kontrollierte Wohnungslüftungen mit Wärmerückgewinnung eingebaut.

 

In den Sommermonaten kann der Fussboden über ein sogenanntes Freecooling-System der Grundwasserwärmepumpe gekühlt werden, so können die Raumtemperaturen auch in den wärmeren Jahreszeiten positiv beeinflusst werden. Auf dem Dach der Attikawohnungen wurde eine Photovoltaikanlage zur Stromproduktion installiert.

 

Mit der Realisierung des Nutzungspotentials auf dem Grundstück konnte die bestehende Anzahl Wohnungen in der Liegenschaft um rund einen Drittel (bisher 19 Wohnungen, neu 26 Wohnungen) erhöht und im Untergeschoss die zusätzlich notwendig gewordenen Nebenräume und Parkmöglichkeiten geschaffen werden.