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Nachhaltiges Investieren / ESG


Einleitung

Die PKGR repräsentiert aktiv die Interessen von über 12 000 Versicherten und Rentenbeziehenden. Sie ist sich bewusst, dass sie als Investor von rund drei Milliarden Schweizer Franken eine grosse ethische, ökologische und soziale Verantwortung trägt. Die PKGR nimmt die treuhänderische Sorgfaltspflicht wahr und berücksichtigt bei Anlageentscheiden sämtliche Portfoliorisiken – auch solche nicht finanzieller Einflussfaktoren (sog. ESG-Kriterien: E=Environment/Umwelt; S=Social/Soziales; G=Governance/Unternehmensführung).

 

Gegenüber den Versicherten besteht primär eine finanzielle Verantwortung. Bei angemessener Begrenzung der Risiken strebt die PKGR eine Rendite an, welche es erlaubt, Versicherte und Rentenbeziehende nachhaltig vor den wirtschaftlichen Folgen von Alter, Invalidität und Tod zu schützen. Das ist ihr gesetzlicher Auftrag.

Bei ihrer Anlagetätigkeit bezieht die PKGR ESG-Kriterien mit ein, ohne Vorsorge-ziele zu gefährden.

 

Bestehendes Anlageportfolio

Aus dem Dialog mit den beauftragten Vermögenverwaltern zeigt sich, dass im gesamten Anlageportfolio ESG-Kriterien berücksichtigt werden. Zum Teil gibt die PKGR bereits ein ESG-Anlageuniversum vor. Wo dies nicht der Fall ist, wenden einige Vermögensverwalter eigene Ausschlusskriterien an. Bei anderen ist «Nachhaltigkeit» vollständig in der Titelselektion integriert.

 

  • Nachhaltigkeit bei den Obligationen CHF
    Anlageuniversum bildet der Swiss Bond Index AAA-BBB, welcher zu rund 2/3 aus Schweizer Pfandbriefen, Anleihen der Eidgenossenschaft, der Kantone, der Städte und der Regionalbanken besteht. Ausgeschlossen ist die Investition in Unternehmen, die in der Entwicklung und Produktion von nuklearen, biologischen und chemischen Kampfstoffen und Waffen, Anti-personenminen und Streubomben gemäss der Ausschlussliste des Schwei-zer Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK – ASIR) involviert sind. Die beauftragten Vermögensverwalter wenden zusätzlich eigene ESG-Ausschlusslisten und ESG-Alarmsysteme an.

 

  • Nachhaltigkeit bei den EUR-Unternehmensanleihen
    Anlageuniversum bildet der Bloomberg Barclays MSCI Euro Corporate Socially Responsible (SRI) Index. Dieser Index wurde vom Branchenführer im Bereich der ESG-Analyse (MSCI) mitentwickelt und speziell auf die Be-dürfnisse von institutionellen Anlegern für ein «nachhaltiges Anlageuniver-sum» zugeschnitten.

 

  • Nachhaltigkeit bei den Aktienanlagen
    Bei den Aktien werden vorwiegend kostengünstige indexierte Kollektiv-anlagen eingesetzt. Im März 2020 beschloss der Anlageausschuss, die Gefässe «Aktien Welt ex Schweiz» und «Aktien Emerging Markets» künftig entlang der Methodologie des MSCI ESG Leaders Index zu investieren. Die bestehenden Anlagen werden bis spätestens Ende 2020 in Kollektivan-lagen umgetauscht, die einen entsprechenden Best-in-Class Nachhaltigkeits-Ansatz verfolgen.

 

  • Nachhaltigkeit bei Immobilien Direktanlagen
    Mittels einer nachhaltigen Baupolitik unterstützt die PKGR aktiv eine nach-haltige Klimapolitik. Seit über 10 Jahren werden Neubauten ausschliesslich im Minergie- oder Minergie-P-Standard erstellt, zu welchen die verstärkte Isolation der Gebäudehüllen, aber auch zukunftsweisende Heizsysteme gehören. Die Sanierungsplanung erfolgt langfristig. Förderungsfähige In-vestitionen in die Energiestandards oder in innovative Energieerzeugung werden kontinuierlich geprüft und wo möglich konsequent umgesetzt.

 

  • Nachhaltigkeit bei den indirekten Immobilienanlagen
    Mehr als 80 Prozent des Portfolios indirekter Immobilienanlagen ist in Anlagegefässen investiert, die ökonomische, ökologische und soziale Aspekte über die ganze Wertschöpfungskette des Immobilienmanagements hinweg berücksichtigt. In den restlichen Anlagen wird mindestens bei Erneuerungen speziell darauf geachtet, dass wichtige Aspekte der sozialen, ökonomischen und ökologischen Nachhaltigkeit in die Planung eingebracht und wo möglich und sinnvoll umgesetzt werden.

 

  • Nachhaltigkeit bei den Infrastrukturanlagen
    Bei den Infrastrukturanlagen investiert die PKGR über Kollektivanlagen auch in die Produktion von erneuerbaren Energien (Solaranlagen, Holzheizkraft-werke, Wärmeverbunde und Wasserkraftwerke) und leistet damit einen Bei-trag zur Reduktion der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.

 

Auswahl von Vermögensverwaltern

Nachhaltige Aspekte sind Teil des laufenden Dialogs mit beauftragten Vermögens-verwaltern. Bei der Evaluation und Auswahl von neuen Vermögensverwaltern wird der Umgang mit Nachhaltigkeit im jeweiligen Anlageprozess in die Analyse mitein-bezogen.

 

Engagement und Dialog

Seit April 2020 ist die PKGR Mitglied bei der Ethos Stiftung sowie dem Ethos Engagement-Pool Schweiz. Dieser sucht im Namen der Mitglieder (Pool Schweiz) den dauerhaften Dialog mit dem Management der 150 grössten börsenkotierten Schweizer Unternehmen. Ethos verfolgt damit das Ziel, die Unternehmen auf «Good Governance» zu verpflichten und auf Umwelt- und Sozialverantwortung zu sensibilisieren. Durch die Bündelung der Interessen mit anderen Pensionskassen kann ein stärkerer Einfluss ausgeübt werden.

 

Wahrnehmung der Stimmrechte

Die Wahrnehmung der Stimmrechte ist im Organisationsreglement formuliert.

 

Die PKGR ist momentan ausschliesslich indirekt, d.h. via Kollektivanlagen, in Aktien investiert. Die Stimmrechte können bei solchen Anlageinstrumenten durch die PKGR nicht wahrgenommen werden. Als Folge davon entfällt die Berichterstattung zum Stimmrechtsverhalten.